Ausstattung und Unterhalt von Zahnarztpraxen

Da die für die palästinensischen Flüchtlinge zuständige internationale Hilfsorganisation UNRWA für Kinder unter 12 Jahren keine zahnmedizinische Behandlung anbietet, versucht The National Institution of Social Care and Vocational Training (NISCVT), diese Lücke zu schließen. NISCVT ist die einzige auf diesem medizinischen Sektor für die palästinensischen Flüchtlinge tätige Organisation. Sie unterhält 6 Zahnarzt-Praxen in ihren Sozialzentren in den Flüchtlingslagern in Beirut, im Norden und Süden des Landes. Eine früher in der Bekaa-Ebene arbeitende mobile Zahnarztpraxis musste geschlossen werden, weil sie den libanesischen Gesetzen zuwiderlief, welche die Ausübung des Zahnarztberufes wie die vieler anderer Berufe außerhalb der Flüchtlingslager untersagt.

Neben der eigentlichen Zahnbehandlung spielt die Vorsorgeerziehung in den Kindergärten die wichtigste Rolle. Es ist die Aufgabe der KindergärtnerInnen, den Kindern erfolgreiche Zahnpflege durch praktische Anleitung, Spiele, Malen und Bücher nahe zubringen. Sie werden dabei von den angestellten ZahnärztInnen unterstützt. Ebenso werden die Mütter in die Erziehung einbezogen. Auch Kindergartenkinder anderer Hilfsorganisationen nehmen an dem kostenlosen Vorsorgeprogramm teil und werden bei Bedarf kostenlos behandelt. Während vormittags die 3-6jährigen versorgt werden, können sich nachmittags die SchülerInnen und die Erwachsenen des Lagers gegen einen angemessenen Unkostenbeitrag behandeln lassen. Das größte Erziehungsprojekt war ein Anfang 2001 in allen Zentren stattfindender Dental Carneval. Über 3000 Kindergartenkinder der meisten Hilfsorganisationen beteiligten sich drei Tage lang daran. Wettkämpfe, Spiele und Verkleidungsaktionen, alle zum Thema "Zahnpflege und Vorsorge", wurden mit großer Begeisterung ausgerichtet. Wegen der schlechten Ernährungssituation in den Flüchtlingslagern und aus pädagogischer Überzeugung versorgt NISCVT alle Kindergartenkinder mit Milchpulver (Projekt: Ein Glas Milch für jedes Kindergartenkind).

Unser Verein finanziert seit dem Kindergartenjahr 2003 die laufenden Kosten (Gehälter und Material) für verschiedene Zahnarztpraxen in den Sozialzentren unserer Partner. Zur Zeit werden die Praxen in Shatila und Ein Al-Helweh unterstützt. In Ein Al-Helweh arbeiten Ahmad Suleiman als Zahnarzt und Muna Mohamad als Zahnarzthelferin. In Shatila arbeitet der Zahnarzt Ahmad Abu Rayah zusammen mit der Zahnarzthelferin Amina Akkawi.

Wir bitten herzlich um Spenden für diese Projekte!

Jahresreport 2008 von NISCVT über die Zahnkliniken (Download, Word-Dokument, 680 KB; in englischer Sprache)

Ahmad Suleiman und Muna Mohamad Ahmad Abu Rayah und Faisa Masri
Der Zahnarzt Ahmad Suleiman und die Zahnarzthelferin Muna Mohamad in Ein Al-Helweh. Der Zahnarzt Ahmad Abu Rayah mit der Koordinatorin der Zahnarztpraxen, der Zahnärztin Faisah Masri, in Shatila.

 

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